
Mich juckt es, ehrlich gesagt, in den Fingern, den folgenden Post auf Englisch zu schreiben, doch da ich denke, dass es dann noch weniger lesen werden und ich mich während des Schreibens wieder an winzigen Kleinigkeiten aufhängen würde, sodass man Schreibfluss völlig gestört würde, belasse ich es mal beim guten, alten Deutsch.
Vielleicht werde ich ja irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt einmal (oder auch zweimal ;D) etwas auf Englisch schreiben…
Biochemikalisch gesehen, bestehen wir aus abermilliarden Atomen. Und wie Atome bahnen wir uns unseren Weg durchs Leben, stossen auf andere Atome, stossen uns ab – oder, wenn wir uns zu einander hingezogen fühlen, verbinden uns und werden Moleküle.
Soweit die Theorie.
Dass es in der Praxis allerdings nicht ganz so einfach wie soeben beschrieben vorsich geht, scheint wohl unvermeindlich. So treffen wir immer wieder auf Leute, die wir nicht mögen, auf Menschen, mit denen wir kaum auskommen, auf solche, mit die zwar ganz nett sein mögen, aber für uns nichts bieten, auf jene, die uns sofort sympathisch erscheinen, auf welche, die sich nicht um uns scheren, auf diejenigen, die wir sofort in unser Herz schliessen, auf Personen, die ganz angenehm sind, auf einige, die einfach nicht unsere Wellenlänge sind und dann gibt es die Leute, die wir zwar unheimlich mögen, die uns allerdings nicht genauso fest zurückzumögen scheinen.
Das alles ist mir in den letzten Wochen klar geworden, als ich in einer Kindertagesstätte ein Praktikum verbracht hatte. Ich möchte an dieser Stelle nicht allzu viel darüber erzählen, das werde ich eventuell in einem anderen Eintrag tun, doch es sei soviel gesagt, dass ich dort vor allem mit erwachsenen Menschen derjenigen Art zusammenarbeitete, mit denen ich wohl einfach nicht auf der gleichen Wellenlänge zu schwimmen schien. Mochte es an mir oder an ihnen gelegen haben. Klar, es waren alle unheimlich tolle Leute, jeder auf seine Art speziell und interessant, doch es waren einfach nicht “meine” Menschen.
Denn, so wurde mir bewusst, aus dem Pool von Menschen, den ich vorhin so elendig lange aufgezählt hatte, picken wir uns irgendwann diejenigen Rosinen heraus, mit denen wir uns gerne schmücken möchten.
Und diesen auserwählten Kreis aus handverlesenen Individuen nennen wir dann stolz Freunde und freuen uns darüber, so ein glückliches Händchen gehabt zu haben.
Nunja, es sei denn, man ist so wie ich.
Ich muss zugeben, ich war nie ein besonders guter Rosinenpflücker. Ja, es scheint mir, als habe ich wohl öfters danebengegriffen und eher die Früchtchen für mich erwählt, von denen ich zwar unheimlich fasziniert war, diejenigen wohl allerdings nicht sonderlich von mir. Es sei denn, es ist niemand sonst umher, aber das wäre wieder ein anderes Thema.
Irgendwann muss man wohl einfach anfangen zu akzeptieren, dass es solche Rosinen gibt, die wohl durch ihren Charakter, was immer das sein oder was man darunter verstehen mag, süsser zu sein scheinen, als es andere tun und dadurch wohl von besonders vielen Rosinenpflücker angezogen werden. Das führt dazu, dass sich diese eine, besondere Rosine selbst aussuchen kann und will, welchen Pflücker sie nun in ihren Freundeskreis aufnehmen möchte und wen nicht.
Und wenn man erfährt oder unterschwellig bemerkt, dass man selbst wohl nicht in dieses eine Rosinenglas aufgenommen wird, dann schmerzt das. So banal es auch klingt.
Natürlich hadert man mit sich, fragt sich, woran es lag, was man falsch gemacht hatte und wieso man selbst eine so langweilige Person zu sein scheint, zumal solch ein Ergebnis Beweis genug sei.
Ganz unbewisst fängt man an, sich nach diesen Personen zu sehnen, sich zu wünschen, dass es irgendwann anders werden könnte – und ehe man sich versieht, entfremdet man sich von seinem eigenen handverlesenen Rosinenstock.
Atome gehen nicht nur Verbindungen ein, nein, sie trennen sich auch ab und an. Und ich bin mir sicher, auch das schmerzt.
Es bleibt zu hoffen, dass man sich dabei nicht selbst entzweit, denn das; das kann ganz schnell mal in einem Supergau enden.
klingt schön, und traurig. und ist absolut nachvollziehbar.
ich hab immer das gefühl die meisten rosinengläser sind noch voll, da will der rosinenpflücker nicht noch eine reinstopfen (schöne metapher übrigens). und so bleibt man dann ob man will oder nicht draußen und verrumpfelt zu einer gammeligen rosine. denn es, oder man selbst, wird ja nicht besser wenn man nirgends in ein glas kommt.
saaaaywhaaat?
ich bin total oft auf deinem blog! aber leider hab ich genausowenige ideen kommentare zu schreiben
ist auch je nach thema ziemlich schwer. und der abstand zwischen deinem letzten und deinem vorletzten eintrag war einfach riesig. ich dachte so manches mal hier wär tote hose.
weil am rhein xD das ist einfach mit dem zug 10 minuten von hier entfernt
D
aber ja doch, sehr, sehr nördlich. (je nachdem)
das bistro war irgendwie nich so richtig ne fressecke, wie gesagt, sah aus wie ne mensa. einfach nich so erdrückend wie ne fressecke..
ich bin vor zwei jahren in ne völlig neu zusammengestellte klasse gekommen und dann dieses jahr wurden wir und die klasse die voriges jahre unsere parallelklasse war zusammengemischt (bk 2) – und irgendwie lief das aber richtig gut mit der gruppenmischung. also für alle : D ich bin da eher außen vor. hab n’ mädel mit dem ich die zeit in der schule verbring, aber es ist weder die freundschaft des leben noch ein rosinenglas in dem ich da bin.
<3
Also ich hatte mich da schon mehr oder minder reingearbeitet in das Programm. War aber halt schwer die Geduld zu halten, wenn sich der Laptop alls 5 Minuten aufhängt.
Lustig ist sie schon, da geb ich dir recht. ^^ Und ich werde mir Gayle Tufts bestimmt auch noch mal ansehen. Aber jeder Comedian spricht ja verschiedene Humortypen an. Und dann gibt es auch noch den Unterschied “Publikum einbeziehen”, “Publikum etwas einbeziehen” und “Publikum gar nicht einbeziehen”. Und zu letzteren gehe ich eher ungern, denn ich bin da wohl eher ein “aktives Publikumsmitglied” und möchte ständig was reinrufen, wenn es die Möglichkeit gibt. ^^ Zum Nachteil für leute die mitkommen, aber lieber unauffällig im Publikum sitzen wollen
So weit hatte ichs bis jetzt noch nicht, da fällt mir während des Satzbildens noch auf “Moment, da ist was Englisches bei, wie war nochmal das Wort in deutsch dafür?” Bin aber auch froh damit nicht allein zu sein ^^ Gibt eher wenige die so Englisch verrückt sind und sowas nachvollziehen können, zumindestens in meinem Bekanntenkreis außerhalb des Internets
Pseudopoetisch oder nicht, es liest sich gut und ist interessant und so was in der Art lese ich nicht oft als Blogeintrag. ^^ Besser gesagt: nur bei dir ^^
Aber ich kenne das vermissen am Blogschreiben, als ich ein halbes Jahr Pause gemacht hatte… kam mir vor wie fast ein Jahr. ^^
Und bei Blogeinträgen muss man auch immer die gute goldene Mitte finden, um nicht zu privat zu werden und aber auch nicht zu allgemein. Und sowas poetisches/pseudopoetisches macht da gradezu noch mehr Spaß zu lesen.
ABFFL? Kenn ich gar nicht die Abkürzung (ok, kann auch daran liegen, weil ich ungern mit solchen Abkürzungen arbeite; *lol*, *gg*, lg ist da noch die Ausnahme, sowas wie hdgdl nutz ich auch nie ^^)
Ok, Kollegen habe ich bisher noch nicht, von daher wird sich das erst später zu meinem Wortschatz ergänzen. ^^ Bekannte sind bei mir die Leute, die ich mal getroffen habe, mit denen ich mich gut verstehe, etc. Also kommt schon Nahe an Freundschaft ran, aber irgendwie halt auch nicht. Manchmal habe ich wirklich eine komplizierte Art zu denken ^^
lg
Julia
das letzte ist einfach unglaublich gut gezeichnet. ach, ich liebe zeichnungen
!
sowas hab ich erzählt
ich geh sehr, sehr selten shoppen : P aber wenn dann meistens in basel, ist irgendwie besser als freiburg.
ich freu mich jedenfalls falls ich studieren gehen kann – da sind dann auf jeden fall leute die im großen teil die selben interessen haben wie ich : D
Ich konnte jetzt nicht so rauslesen ob du mit “Haha, ne, ich mags eig auch schonmal ganz gerne, einfach nichts sagen zu müssen, ist mal ne nette Abwechslung ;D” das auf Comedy-Veranstaltungen bezogen hattest ^^
Also ich bin ehrlich gesagt immer am liebsten mitten im Geschehen, wenn das Publikum nicht auf eine bestimmte Weise einbezogen wird, dann find ichs schon nichtmehr so interessant und dann muss das Programm an sich wirklich etwas ganz Besonderes haben, dass ich da rausgehen kann mit den gedanken “Joa, das war gut, würde ich nochmal hingehen” Da ist wohl jeder auch anders ^^
*gg* Willkommen im Klub von “Leute die sensible gegenüber Komplimenten sind” ^^ Ich höre oder lese die ehrlich gesagt auch eher weniger gern, weil ich dann nicht weiß wie ich drauf reagieren soll. Also schon gern lesen aber dann bin ich meist Sprachlos (und Gedanken sind wie weggeblasen, und sowas ist bei mir wirklich nur in solchen Situationen der Fall). Aber ich könnte genauso dahinschmelzen bei solchen Lob ^^
Ist der Kaffee morgens nicht sowieso meist die gleiche Marke oder Sorte?
Also man könnte es schon erwähnen, aber der gesamte Blogeintrag sollte doch schon interessant gestalten sein finde ich ^^ Blogschreiben soll Spaß machen, und das liest man auch als Leser denke ich, wenn der Schreiber Spaß hatte oder sich selbst zu dem Blogeintrag quasi “gezwungen” hat.
Ah, wieder eine der vielen Abkürzungen die ich nie gebrauchen werde ^^ Gute Freunde sind fürs Leben, kann man machen was man will *gg*
*gg* kommt mir sehr bekannt vor mit den Bekannten ^^ Wobei bei mir das nichmal so ist, sondern in letzter Zeit noch eher “Diejenige, die ich mal dort getroffen habe, als ich bei dem Comedian war” (sind 3 an der Zahl, also eigentlich nichts sooo besonderes ^^) Aber ähnelt sich halt *gg*
lg
Julia
ah, das ist sehr schön geschrieben. direkt philosophisch.
letztilch glaube ich, dass jeder diese erfahrungen machen muss. zu manchen leuten fühlt man sich eben mehr hingezogen, als diejenigen zu einem selbst. das ist der lauf der dinge. aber letztlich trifft man irgendwann ganz unerwartet diejenigen auf die es dann wirklich ankommt. bei denen man sich gar keine großen gedanken darüber machen muss, ob man wirklich interessant genug usw. ist. diese freunde zählen wirklich!
doch. ich glaub das kann ich mir sogar vorstellen.
in solch einem tief bin ich ungefähr seit dem halbjahr, mal mehr mal weniger. aber im moment wieder eher mehr. unübertrieben.
es ist richtig, richtig schwer morgens aufzustehen und das durchzumachen.
hab ja in vier wochen prüfungen und eigentlich sollte da sowas wie ne endspurt-stimmung aufkommen aber bei mir macht’s die sache eher noch schlimmer : /
physik nicht zu lernen hat sich tatsächlich gelohnt. ich hab was gemacht was mir spaß macht und konnte am nächsten tag in der arbeit feststellen, dass es so oder so nichts gebracht hätte wenn ich gelernt hätte. das einzige was mich ärgert ist das ich nichtmal wusste ob feldlinien von plus nach minus oder andersrum verlaufen… das war etwas doof, nach zwei jahren physik-pur.
♥
ich war zum glück nun schon zwei mal in paris. und immer noch habe ich das gefühl noch nicht alles gesehen zu haben… die stadt ist einfach zu groß und zu schön!
montmatre ist toll und wenn du das nächste mal dort bist, darfst du dir das wirklich auf keinen fall entgehen lassen. das ist das wahre paris!!! ![]()
leider haben wir es einfach nicht geschafft auf den eifelturm rauf zu kommen. schon tagsüber waren wir über eine stunde vor der offziellen öffnung dort und die schlange hat bereits den ganzen platz gefüllt! abends war es sogar noch schlimmer… schade drum, aber das anstehen hätte einfach zu lange gedauert und wir hatten ja noch so viel vor…^^
Es gibt ein oder zwei Programme die kostenfrei sind, sonst hätte ich wohl das nicht ausprobiert.
Ich hab mir ein/zwei Seiten gespeichert, auf welchen man Open Source Programme herrunterladen kann. Und das hier ist das Programm: http://t3n.de/opensource/project/blender/
Da die Gayle Tufts seit 20Jahren schon in Berlin wohnt, merkt man ganz deutlich das sie nicht mehr perfekt Englisch sprechen kann. Sie Denglischt im wahrsten Sinne des Wortes, ab und an sind auch komplett deutsche Sätze aber sonst eben Englisch. ^^
Ich bin eigentlich so gut wie immer auf dem Englischtripp, daher war für mich das verstehen nicht all zu schwer. Aber ich habe das gleiche Problem wie du: Bei den einfachsten Wörtern im Englisch verstehe ich zwar, was gemeint ist, aber der deutsche Begriff will einem einfach nicht einfallen. Es hielt sich für die paar Übersetzungsmomente für meine Mutter aber in Grenzen. ^^
Ich hab aber das Problem nicht nur wenn ich mir was auf Englisch ansehe (oder eben ein Denglisches Bühnenprogramm ^^) sondern auch in Gesprächen auf deutsch, da will ich ein Wort sagen, aber dieses Wort fällt mir dann natürlich nur auf englisch ein. ^^
Das Alter ist schon eigenartig, vor allem wenn man plötzlich selbst die Zahl als Alter hat und sich schlagartig irgendwie alt fühlt. ^^ Wenn man bedenkt, vor kurzer Zeit war man noch 10 und dachte, bis 20 ist noch so lang… und jetzt ist man plötzlich 20, fühlt sich eigenartig an ^^
Also wenn du mal einen Blogeintrag auf Englisch schreiben solltest: Ich lese ihn definitiv! Ich liebe die Englische Sprache in Schrift und auch gesprochen, also wirst du auch mit rechnen müssen, das ich auf Englisch antworte.
Mir fällt so eben auf, das ich deine poetischen Blogeinträge vermisst habe. ^^
Ich weiß genau was du damit meinst. Ebenso schmerzhaft ist es aber auch, wenn man von einer guten Freundin hört, das sie eine erstbeste Freundin hat und ich selbst die zweitbeste. Ich war noch nie ein Freund von solchen Aufstellungen, deswegen sind alle Freunde bei mir genau das: Freunde. Und es gibt kein 1. bester oder zweit platzierte, alles Freunde und Kumpels. Und bei Leuten, wo ich mir nicht so sicher bin ob diese mit mir überhaupt befreundet sein wollen bleibt es eine ganze Weile bei Bekannten.
Aber wie du schon ganz richtig am Schluss geendet hast: Man sollte sich nicht selbst verändern um in ein bestimmtes “Rosinenglas von Freunden” zu landen.
lg
Julia